In Bonn kippt die Stimmung beim "Perfekten Dinner": Chefkritiker Moritz kassiert die Quittung

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Sehr von sich überzeugt: Gastgeber Moritz in der Donnerstagsausgabe des "perfekten Dinners". (Bild: RTL / ITV Studios)
Sehr von sich überzeugt: Gastgeber Moritz in der Donnerstagsausgabe des "perfekten Dinners". (Bild: RTL / ITV Studios)

Tag vier beim "Perfekten Dinner" in Bonn, und der zuvor höchst kritische Gastgeber Moritz serviert ein italienisches Menü. Aber der Abend schmeckt seinen Gästen teilweise gar nicht - und das aus mehreren Gründen.

Italienische Wochen bei "Das perfekte Dinner": An Tag vier des Bonner Kochwettbewerbs stellt sich überraschend heraus, dass auch der heutige Gastgeber Moritz (38) eine Neigung zur Küche jenseits der Alpen hat. Als anspruchsvolles Menü plant er:

  • Vorspeise: Hausgemachte Ravioli

  • Hauptspeise: Rinderfilet mit Steinpilzen und Tomatenpolenta

  • Nachspeise: Tartufo

Bei seinen Gästen kommen zunächst keine Begeisterungsstürme auf. Überflieger Moritz pokert nämlich eindeutig auf den Wochensieg - und zeigte sich daher bei den letzten drei Menüabenden mehr als kritisch. Bei Martina stößt das Verhalten auf deutliche Ablehnung, und auch Montags-Koch Christian bezeichnet den heutigen Gastgeber als "unverblümt und kritisch".

Moritz selbst sagt, dass seine harte Bewertung ihm ab und zu ein schlechtes Gewissen verpasst - ändern möchte er sein Verhalten aber trotzdem nicht. Psychologin Dagmar zeigt ihre Meinung: "Ich werde das Essen objektiv beurteilen, aber ich werde sehr kritisch hinschauen." Wer einen so hohen Anspruch hat wie Moritz muss bei seinen Gästen eben auch Abliefern.

Die Stimmung an Tag vier zeichnet sich besonders durch betrenenes Schweigen aus. Gastgeber Moritz hat trotzdem ein gutes Gefühl. (Bild: RTL / ITV Studios)
Die Stimmung an Tag vier zeichnet sich besonders durch betrenenes Schweigen aus. Gastgeber Moritz hat trotzdem ein gutes Gefühl. (Bild: RTL / ITV Studios)

Betretenes Schweigen beim Dinnerabend

Zum Aperitif trinken die Bonner Kochfreunde noch auf den Weltfrieden - aber der Frieden in der Gruppe ist mindestens ebenso gefährdet. Der erste Eindruck des Gastgebers ist unterkühlt. Das merken alle - außer Moritz selbst.

Auch beim Front Cooking in Moritz' Essküche herrscht betretenes Schweigen - außer Dagmar stellt Fragen. Und davon hat sie so einige, egal ob es die Authentizität und Frische der Zutaten oder die Inspiration der Speisen betrifft. Den Gastgeber bringt das nicht aus der Ruhe.

Vielleicht wäre das anders, wenn er die Dinner-Kommentare seiner Gäste hören könnte: Die Füllung der Vorspeisenravioli wird als "Katastrophe" bezeichnet, der Garpunkt des Rinderfilets ist bei Martina und Dagmar nicht einmal annähernd getroffen. Die Soße zu süß, die Steinpilze nicht durch ... Niemand außer dem hungrigen Patrick beendet sein Hauptgericht.

"Viel mehr geht nicht", lobt sich Moritz, die Gäste sagen: "Flop!"

Auch das Tartufo-Eis zum Dessert überzeugt nicht: "Das war einfach nicht gut, das hat mir nicht geschmeckt", kommentiert Martina die Kombination aus Haselnuss und Schokolade. "Er hat sich viel getraut, aber leider: Flop!" Die Meinung vertritt sie nicht allein.

Am Ende ist nur einer mit dem Abend zufrieden: Moritz. Er lobt sich vor dem letzten Anstoßen noch mit einem stolzen "Viel mehr geht Kochkunsttechnisch auch nicht". Ein gesundes Selbstbewusstsein, welches seine Gäste nicht erwidern - mit 24 Punkten bildet Moritz aktuell das Schlusslicht der Gruppe. "Die Gruppendynamik hat sich leider nicht positiv entwickelt," fasst Dagmar die Situation zusammen.

Nun kann nur noch Patrick den Siegeszug des derzeit führenden Christian noch verhindern. Die Chancen stehen nicht schlecht, alle erwarten, dass der Finalabend "tausendmal lustiger wird als heute".

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