Boris Becker bekräftigt Echtheit von zentralafrikanischem Diplomatenpass

Boris Becker hat ausführlich zu Vorwürfen Stellung genommen, er habe sich mit einem angeblichen Diplomatenpass Vorteile bei seinem Insolvenzverfahren in England erhofft. "Das eine hat mit dem anderen zunächst mal nichts zu tun", sagte das Tennisidol

Der ehemalige Tennisstar Boris Becker hat auf der Echtheit seines Diplomatenpasses aus der Zentralafrikanischen Republik bestanden. "Ich habe diesen Pass vom Botschafter erhalten, ich habe mit dem Präsidenten bei vielen Gelegenheiten gesprochen, es war eine offizielle Ernennung", sagte Becker am Freitag in einem Interview mit dem britischen Sender BBC.

Becker hatte zuletzt versucht, in einem in Großbritannien gegen ihn laufenden Insolvenzverfahren diplomatische Immunität geltend zu machen, indem er auf seine Funktion als Sport-Attaché der Vertretung der Zentralafrikanischen Republik bei der EU in Brüssel verwies. Um den Diplomatenstatus Beckers gibt es aber offensichtlich einen Streit zwischen dem Präsidenten und dem Außenminister des Landes.

Während die Botschaft Zentralafrikas in Brüssel noch am Sonntag erklärt hatte, Becker sei vom Präsidenten in den diplomatischen Dienst berufen worden, hatten der Außenminister und sein Büro dies bestritten. Letzteres teilte am Dienstag sogar mit, dass Beckers angeblicher Diplomatenpass offenbar eine "Fälschung" sei.

Gegenüber der BBC betonte Becker, er wolle jederzeit gern in die zentralafrikanische Hauptstadt Bangui reisen. Dort würde er "mit den Leuten reden", wie "wir dieses Missverständnis ausräumen". Dies hatte Becker bereits am Mittwoch in einem Interview betont, in dem er ebenfalls Zweifel an seinem Diplomatenstatus zurückwies.