Boxen: Die letzte Chance für Ex-Champion Arthur Abraham

Der Ex-Champion bestreitet gegen Robin Krasniqi seinen 51. Profi-Kampf. Nur bei einem Sieg bietet sich ihm eine erneute WM-Chance.

Hamburg.  Der Boxtrainer Hans-Ullrich Wegner hat in seiner Karriere so viel erlebt, dass er sich den Luxus der eigenen Meinung erlauben kann, ohne auf Empfindlichkeiten anderer zu sehr achten zu müssen. Deshalb spricht der 74-Jährige vor dem zu Deutschlands Kampf des Jahres hochstilisierten Supermittelgewichtsduell zwischen Robin Krasniqi vom Magdeburger SES-Stall und dem von ihm betreuten Ex-Weltmeister Arthur Abraham Klartext.

Berliner sinnt auf Revanche nach WM-Debakel

"Bei allem Respekt", sagt Wegner also vor dem WM-Ausscheidungskampf des Weltverbands WBO an diesem Sonnabend (22.15 Uhr, MDR) in der ausverkauften Messe Erfurt, "wenn Arthur gegen so einen Gegner nicht gewinnt, worüber sollen wir dann noch reden? Mit 37 Jahren kann man ihn als Rahmenkämpfer nicht mehr gebrauchen. Bei einer Niederlage muss er Schluss machen. Es ist seine letzte Chance."

Arthur Abraham lässt sich nur schwer aus der Ruhe zu bringen. Die Aussagen seines Übungsleiters, mit dem ihn seit Jahren eine innige Hassliebe verbindet, lassen den in Armenien geborene Wahl-Berliner betont gelassen. "Natürlich weiß ich, dass ich gewinnen muss. Aber etwas anderes habe ich auch nicht im Kopf. Krasniqi ist ein guter Gegner, den ich nicht unterschätzen werde. Aber ich habe das Ziel, so schnell wie möglich wieder Weltmeister zu werden, und das werde ich erreichen", sagt er.

Trainer Wegner hat sich für seinen Schützling geschämt

Seit Abraham seinen WBO-WM-Titel im April 2016 in Las Vegas nach einer erbärmlichen Leistung an den Me...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen