Boxen: Nicht ohne meinen Patenonkel

Als Kind hat Nina Meinke kaum einen WM-Kampf von Sven Ottke verpasst. Inzwischen ist die 24-jährige Berlinerin selbst Box-Weltmeisterin.

Berlin.  Schwer zu sagen, was mehr glitzerte: Das goldene Konfetti, das nach dem Kampf von der Decke fiel, oder die Augen von Nina Meinke, die als kleines Mädchen am Boxring stand und staunte. Es war 2002, Sven Ottke hatte gerade seinen Weltmeistertitel erfolgreich gegen Rick Thornberry verteidigt, als Nina Meinke beschloss, dass sie auch Boxerin werden wollte. Wegen des Konfettis. Und wegen Sven Ottke.

Ihr Vater und Ottke lernten gemeinsam Stuckateur

Der Ex-Weltmeister im Supermittelgewicht ist ein guter Freund ihres Vaters, beide hatten auf der Berufsschule zusammen Stuckateur gelernt. "Er ist mein Patenonkel", sagt Meinke. Als Kind besuchte sie fast jeden von Ottkes WM-Kämpfen; das gemeinsame Teetrinken vor dem Wettkampf wurde zum Ritual. Einmal fragte sie ihn, ob er nervös sei. Ottkes Antwort: Man müsse vor jedem Gegner Respekt haben, aber niemals Angst.

"Das habe ich bis heute stets beherzigt", sagt Nina Meinke. Inzwischen besucht Ottke ihre Kämpfe. Vorher gehen sie oft spazieren, dann werden letzte taktische Dinge besprochen. "Er gibt mir Halt", beschreibt Meinke ihr Verhältnis zu dem 49-Jährigen.

In fünf Profikämpfen noch unbesiegt

Seit knapp einem Jahr ist Nina Meinke selbst Profiboxerin. Fünf Profikämpfe im Superfedergewicht bis 58,9 Kilogramm hat sie bislang absolviert – und alle fünf gewonnen. Anfang des Monats bestritt sie in Wangen im Allgäu ihren ersten WM-Kampf um den WBC-Junioren-Titel, just an ihrem 24. Geburtstag. Nach 55 Sekunden war es schon wieder vorbei: Ihre Gegnerin...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen