Boxen: Wundertüte Tyron Zeuge: Hoffnungsträger des deutschen Boxens

Tyron Zeuge aus Neukölln ist der letzte verbliebene deutsche Weltmeister im Profiboxen. Am Samstag will er seinen Titel in Potsdam verteidigen.

Berlin/Potsdam.  Eigentlich taugt Tyron Zeuge nicht wirklich zum Helden. Der Berliner Boxer ist trotz seiner Erfolge bodenständig geblieben, er fährt einen japanischen Kleinwagen und wirbt für die Currywurstbude eines Kumpels – im Gegenzug darf er sein Leibgericht ein Leben lang umsonst essen. "Ich bin ein bisschen einfacher gestrickt", sagt der Mann aus Neukölln über sich. Trotzdem ruhen an diesem Samstag die Hoffnungen einer ganzen Branche auf seinen Schultern. In Potsdam verteidigt der einzig verbliebene deutsche Weltmeister im Profiboxen erstmals seinen Titel. Gegner in der MBS-Arena in Potsdam ist Isaac Ekpo aus Nigeria (22.50 Uhr/Sat.1).

Erst kürzlich hatte Jack Culcay seinen Titel im Halbmittelgewicht gegen Demetrius Andrade (USA) verloren. Falls auch noch Zeuge verlieren würde, stünde Deutschland in den vier großen Weltverbänden WBA, WBO, WBC und IBF ohne Champion da. "Aus Sicht der deutschen Boxbranche wäre eine Niederlage von Zeuge eine Katastrophe", sagt sein Promoter Kalle Sauerland.

Der Sportler selbst versucht den Druck nicht an sich heranzulassen: "Ich kann solche Dinge komplett von mir wegschieben", sagt der 24-Jährige. "Mir ist es völlig egal, was von außen gesagt wird. Im Ring will ich meine beste Leistung bringen. Da zählt es nicht, wer der Gegner ist oder was andere von mir erwarten. Wenn ich nicht fit bin, gibt es auf die Glocke. Nur das ist mein Druck und meine Motivation."

Zweitjüngster deutscher Weltmeister der Box-Geschichte

Der frühere Junioren-Europameister ist seit 201...

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