Rauchwolke hält Menschen am Niederrhein in Atem

25. September 2012
Brand in Krefelder Düngemittelfabrik
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Eine riesige Rauchwolke von einem Brand in einer Düngemittelfabrik in Krefeld hat die Menschen am Niederrhein und im westlichen Ruhrgebiet in Sorge versetzt. Kritische Schadstoffwerte wurden zunächst nicht gemessen, der Großbrand ist unter Kontrolle

Eine riesige Rauchwolke von einem Brand in einer Düngemittelfabrik in Krefeld hat stundenlang Menschen am Niederrhein und im westlichen Ruhrgebiet in Sorge versetzt. Schadstoffmessungen von Land und Feuerwehr ergaben allerdings zunächst keine kritischen Werte, wie die betroffenen Städte Duisburg und Mülheim an der Ruhr mitteilten. Der Großbrand in Krefeld war nach mehreren Stunden unter Kontrolle.

Der Brand war am Dienstagmorgen aus zunächst ungeklärter Ursache in einer Lagerhalle der Krefelder Düngemittelfirma ausgebrochen. Die Halle brannte völlig nieder, wie eine Stadtsprecherin mitteilte. Die Flammen griffen demnach auch auf eine zweite Halle über. Am Mittag war der Brand zwar unter Kontrolle, die Löscharbeiten sollten aber voraussichtlich noch bis zum Abend dauern. Vor Ort bekämpften bis zu 200 Feuerwehrleute die Flammen.

Die bei dem Brand aufgestiegene Rauchwolke zog von Krefeld aus ostwärts Richtung Duisburg. Wegen des zunächst ungeklärten Schadstoffgehalts der Wolke ergriffen die Behörden in Duisburg und weiteren Ruhrgebietsstädten Sicherheitsvorkehrungen. So entschied der Duisburger Krisenstab, dass alle Kinder in Duisburg bis zum frühen Nachmittag vorsorglich in den Schulen und Kindergärten bleiben sollten.

Zugleich warnte die Polizei zeitweise über Lautsprecherwagen die Bevölkerung im Duisburger Süden, zudem wurde Sirenenalarm ausgelöst. Die Duisburger Feuerwehr riet den Bürgern, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen abzuschalten. Die Krankenhäuser im Duisburger Süden schalteten ebenfalls ihre Lüftungsanlagen ab. Auch in anderen Städten, darunter neben Krefeld auch Mülheim an der Ruhr, riefen die Behörden Anwohner zur Vorsicht auf.

Erste Ergebnisse der Schadstoffanalysen in der Nähe des Brandorts, im Duisburger Süden sowie in Essen, Dinslaken und Mülheim an der Ruhr ergaben aber keine bedenklichen Messwerte, wie die Duisburger Stadtverwaltung mitteilte. Zugleich kündigte die Stadt Duisburg aber weitere Messung der Feuerwehr an, da auch am Mittag immer noch eine Rauchwolke über große Teile der Ruhrgebietsstadt zog, deren Partikel als Niederschlag herabsanken.

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