Brandanschläge auf Autos von Polizei und Polizeigewerkschaft in Hamburg

Zielfahnder schnappten Verdächtigen in Nordspanien

Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag in Hamburg einen Polizeimannschaftsbus und ein Auto der Gewerkschaft der Polizei (GdP) angezündet. Die Brände seien beinahe zeitgleich in den zwei weit auseinander liegenden Stadtteilen Altona-Altstadt und Winterhude bemerkt worden, teilten die Beamten in der Hansestadt mit. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

Den Angaben zufolge gehörte der Mannschaftsbus zu Beamten der Bereitschaftspolizei, die zu Objektschutzmaßnahmen eingesetzt waren. Um kurz vor 03.00 Uhr hörten diese erst einen lauten Knall und bemerkten dann Feuer im Motorraum ihres geparkten Fahrzeugs. Dieses brannte komplett aus.

Durch die Hitze wurden der Eingangsbereich eines Hotels und ein daneben abgestelltes Wohnmobil stark beschädigt. Menschen kamen nach Angaben der Ermittler nicht zu Schaden.

Wenige Minuten zuvor war ein vor der GdP-Geschäftsstelle geparktes Auto in Flammen aufgegangen. Es war durch Beschriftungen klar als GdP-Wagen zu erkennen. Auch dort gab es keine Verletzten. In beiden Fällen leitete die Polizei sofort Großfahndungen mit zahlreichen Streifenwagen ein. Die Täter flüchteten aber unerkannt.

Die GdP verurteilte die Angriffe. "Wir können nicht ausschließen, dass diese Tat politisch motiviert war", erklärte der Bundeschef der Gewerkschaft, Oliver Malchow, am Freitag in Berlin. Die GdP hoffe, dass die Verantwortlichen schnell ermittelt würden.

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