Brandenburg plant nächtliche Ausgangssperre über Ostern

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Geschlossene Geschäfte in Potsdam

Die Landesregierung von Brandenburg plant eine Verschärfung ihrer Corona-Beschränkungen. Während der Osterzeit vom 1. bis 6. April solle es eine Ausgangsbeschränkung von 22.00 bis 05.00 Uhr ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von mindestens 100 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohnern an drei aufeinanderfolgenden Tagen geben, teilte die Staatskanzlei in Potsdam am Freitag mit. Darauf habe sich das Kabinett am Abend geeinigt. Die Landesregierung wird die Maßnahme voraussichtlich am Dienstag beschließen.

Falls der Inzidenzwert länger erheblich über 100 liege, sollten Kreise und kreisfreie Städte "weitergehende Maßnahmen" ergreifen, hieß es in der Mitteilung weiter. Ab Mitte April sollen über Modellprojekte Lockerungen beispielsweise in Kultur und Tourismus möglich werden. Geplant ist zudem eine App zur Kontaktnachverfolgung. "Mit Modellprojekten wollen wir untersuchen, inwiefern mit klaren Hygienekonzepten, konsequentem Testen und digitaler Nachverfolgung vorsichtige Öffnungsschritte gegangen werden können", erklärte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).

noe/yb