Brandenburg: Die Wölfe sind zurück - nicht allen gefällt das

Landwirte wollen Umweltministern ihre Forderungen zum Schutz der Weidetiere übergeben. Sie fordern eine „ehrliche Debatte“.

Anlässlich der Umweltministerkonferenz von Bund und Ländern im brandenburgischen Bad Saarow wollen mehrere Verbände gegen eine weitere Ausbreitung des Wolfes in Deutschland und für einen besseren Schutz protestieren. "Für diesen Donnerstag planen wir eine Mahnwache und am Freitag wollen wir eine Resolution übergeben", kündigte Gregor Beyer, Geschäftsführer des "Forum Natur Brandenburg" an. Er fügte hinzu: "Die Erwartung ist sehr groß." Denn zu den rund 40 Themen der mehrtägigen Tagung der Umweltminister gehört auch die Ausbreitung des Wolfes.

Der Deutsche Bauernverband wie auch die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände sowie die Bundesverbände der Rind-, Schweine- und Ziegenzüchter fordern eine "ehrliche Debatte" über den Umgang mit dem Wolf. Ihre Kritik: Er breite sich ungehindert aus und gefährde damit die Weidetierhaltung. Immer mehr Tiere würden bundesweit gerissen.

700 Weidetiere wurden bundesweit gerissen

Seit der Rückkehr der Wölfe vor einigen Jahren sind offiziellen Zahlen zufolge allein in Brandenburg 275 Schadensfälle an Nutztieren registriert worden, bei denen ein Wolf als Verursacher ermittelt oder nicht ausgeschlossen werden konnte. Bundesweit sollen es 700 sein. Die Dunkelziffer sei jedoch weitaus höher, so die Vertreter bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Potsdam. Denn nicht jeder Wolfsriss werde gemeldet, da der Aufwand enorm sei und die Beweislast für ein durch einen Wolf getötetes Tier bei den Geschädigten liege. In Deutschland haben sich Schätzun...

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