Brandenburger Tor: Proteste gegen neue US-Boschaft in Jerusalem auch in Berlin

Proteste gegen die Verlegung der US-Botschaft am Hermannplatz in Neukölln

Berlin. Nach der Konfrontation mit Dutzenden Toten im Gazastreifen ist es auch in Berlin zu einer Demonstration gekommen. Vor dem Brandenburger Tor versammelten sich am Montagabend rund 180 Teilnehmer, wie eine Polizeisprecherin sagte. Einige schwenkten palästinensische Fahnen. Auf Transparenten stand etwa "Freiheit für palästinensische Gefangene" oder "Jerusalem Hauptstadt von Palästina". Angemeldet waren laut Polizei rund 300 Teilnehmer.

Zuvor waren im Gazastreifen bei Protesten am Grenzzaun Dutzende Palästinenser von Soldaten erschossen worden, mehr als 2400 Menschen wurden verletzt. Ein Auslöser der Proteste ist die Verlegung der US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem.

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Palästinenser und Sympathisanten bei der Demo am Brandenburger Tor BM

Die Proteste im Nahen Osten richteten sich außerdem gegen die seit mehr als einem Jahrzehnt bestehende Blockade des Gazastreifens durch Israel und Ägypten. Die Palästinenser erinnern außerdem an die Flucht und Vertreibung Hunderttausender vor 70 Jahren im Zuge der israelischen Staatsgründung.

In Berlin kam es auch in Neukölln zu einer Demonstration. Eine Handvoll Leute versammelte sich am Hermannplatz. Die Polizei war mit mehreren Einsatzkräften vor Ort. Die Demonstranten forderten dazu auf, an palästinensische Opfer seit 1948 zu erinnern. Der Protest war laut Polizei schon länger angemeldet, die Demo am Brandenburger Tor wurde dagegen kurzfristig angemeldet. Beide Demonstrationen verliefen laut Polizeisprecherin zunächst ohne besondere Vorkommnisse.

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