Brandenburgs Wirtschaftsminister erwartet "mittelfristig" Tarifbindung bei Tesla

Der brandenburgische Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) ist optimistisch, dass sich der US-Autobauer Tesla in seiner künftigen Gigafabrik in Grünheide bei Berlin mit dem deutschen Arbeitsrecht arrangieren wird. "Wir haben gegenüber Tesla klargemacht, dass wir mindestens mittelfristig Tarifbindung erwarten", sagte Steinbach dem Nachrichtenmagazin "Focus" laut Vorabmeldung vom Freitag. "Das Unternehmen hat sich offen für den Ansatz gezeigt."

Der Vorsitzende des Kreistages Oder-Spree, Franz Berger, schätzt die Zahl der "von Tesla angezogenen" Zuzügler auf nach und nach 50.000 bis 100.000 Menschen, wie der "Focus" berichtete. Derzeit sei die Infrastruktur noch nicht für solche Bevölkerungszahlen ausgelegt, sagte Berger dem Magazin. "Das ist ein dickes Brett, das wir da bohren müssen."

Der Immobilienentwickler Bonava setzt darauf, dass die örtlichen Gemeinden Bauland für Wohnungen ausweisen. "Es muss nicht sein, dass die Mieten und Grundstückspreise in Brandenburg wie in Berlin steigen", sagte Bonava-Geschäftsführer Andreas Fohrenkamm dem Magazin. Sein Unternehmen stehe bereit, um Wohnungen beispielsweise im nahen Fürstenwalde zu bauen.