Brasilianische Vereinschefin kritisiert Schweigen zu Fällen Alves und Robinho

Die Präsidentin des brasilianischen Traditionsvereins Palmeiras, Leila Pereira, hat das Schweigen der Fußballwelt zu den Vergewaltigungsurteilen gegen die Fußballstars Dani Alves und Robinho scharf kritisiert. (Nelson ALMEIDA)
Die Präsidentin des brasilianischen Traditionsvereins Palmeiras, Leila Pereira, hat das Schweigen der Fußballwelt zu den Vergewaltigungsurteilen gegen die Fußballstars Dani Alves und Robinho scharf kritisiert. (Nelson ALMEIDA)

Die Präsidentin des brasilianischen Traditionsvereins Palmeiras, Leila Pereira, hat das Schweigen der Fußballwelt zu den Vergewaltigungsurteilen gegen die Fußballstars Dani Alves und Robinho scharf kritisiert. "Niemand sagt etwas", sagte Pereira der brasilianischen Nachrichten-Website UOL. Dies sei ein "Schlag ins Gesicht aller Frauen". Sie selbst wolle jedoch Position beziehen. "Jeder Fall von Straflosigkeit legt den Samen für das nächste Verbrechen", warnte die Vereinschefin.

Der brasilianische Fußballverband CBF hat sich bislang nicht zu den Vergewaltigungsurteilen gegen Robinho und Alves geäußert. Auch frühere Mannschaftskameraden und Clubs blieben stumm. Robinho spielte früher unter anderem bei Manchester City and Real Madrid, Alves war Teil von Top-Klubs wie dem FC Barcelona und Paris Saint-Germain.

Ein brasilianisches Gericht hatte am Mittwoch entschieden, dass der in Italien wegen Vergewaltigung zu neun Jahren Haft verurteilte Robinho seine Strafe in Brasilien absitzen muss. Am gleichen Tag hatte ein spanisches Gericht entschieden, den ebenfalls wegen Vergewaltigung verurteilten Alves gegen Kaution vorläufig aus der Haft zu entlassen. Alves war 2022 wegen Vergewaltigung einer Frau in einem Club in Barcelona zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden.

gt/lt