Brasiliens Fleischindustrie stellt nach Regierungsangaben keine Gefahr dar

Brasiliens Präsident Michel Temer

Im Gammelfleischskandal in Brasilien bemüht sich die Regierung des Landes um Schadensbegrenzung. Zwar habe der Skandal "große Besorgnis" ausgelöst, die brasilianische Fleischindustrie stelle aber keine Gefahr dar, sagte Präsident Michel Temer am Sonntag in einer Ansprache vor zahlreichen Botschaftern. Verdorbenes Fleisch und gefälschte Zertifikate habe es nur "in sehr wenigen Betrieben" gegeben, es handele sich nicht um ein weit verbreitetes Problem.

Das brasilianische System bei der Inspektion sei "eines der respektiertesten" der Welt, versicherte Temer. "Ich möchte unser Vertrauen in die Qualität unserer Produkte betonen", sagte er.

Brasilien als größter Fleischexporteur der Welt wird derzeit von einem Gammelfleischskandal erschüttert. Dutzende Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden sollen bestochen worden sein, um über den Verkauf von verdorbenem Fleisch hinwegzusehen. Mindestens 30 Menschen wurden bereits festgenommen, drei Betriebe geschlossen. Der Skandal droht auch Brasiliens Handelsbeziehungen zur EU und zu den USA belasten.

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