Brasiliens Regierung sagt Flutopfern Entschädigungszahlungen zu

Die brasilianische Regierung hat rund 240.000 Familien, die von den verheerenden Überschwemmungen im Süden des Landes betroffen sind, eine Entschädigung von jeweils 5100 Real (913 Euro) zugesagt. "Wir werden keine Mühe scheuen", sagte Präsident Lula. (Ricardo STUCKERT)
Die brasilianische Regierung hat rund 240.000 Familien, die von den verheerenden Überschwemmungen im Süden des Landes betroffen sind, eine Entschädigung von jeweils 5100 Real (913 Euro) zugesagt. "Wir werden keine Mühe scheuen", sagte Präsident Lula. (Ricardo STUCKERT)

Die brasilianische Regierung hat rund 240.000 Familien, die von den verheerenden Überschwemmungen im Süden des Landes betroffen sind, eine Entschädigung von jeweils 5100 Real (913 Euro) zugesagt. "Wir werden keine Mühe scheuen, um den Menschen beim Wiederaufbau ihres Lebens zu helfen", sagte Präsident Luiz Inácio Lula da Silva am Mittwoch bei einem Besuch in São Leopoldo nördlich der Millionenstadt Porto Alegre.

Es war bereits sein dritter Besuch in den Überschwemmungsgebieten seit knapp zwei Wochen. Neben den Entschädigungszahlungen kündigte die Regierung an, für die Flutopfer Häuser auf dem privaten Immobilienmarkt zu kaufen, damit die Betroffenen nicht dauerhaft in Notunterkünften und bei Verwandten leben müssen. Nach Angaben der Regierung sind sich in der Region rund 14.000 Wohnungen im Bau und 600 Wohnungen wurden kürzlich fertiggestellt. Auch zwangsversteigerte Grundstücke sollen für Flutopfer erworben werden.

Bei den Überschwemmungen im Bundesstaat Rio Grande do Sul kamen bisher mindestens 149 Menschen ums Leben. Nach mehr als hundert Vermissten wird immer noch gesucht. Mehr als eine halbe Million Menschen mussten wegen der Überschwemmungen ihre Häuser verlassen, zehntausende kamen in Schulen, Sporthallen und anderen Notunterkünften unter.

Hunderte Dörfer und Städte, darunter auch Teile der Regionalhauptstadt Porto Alegre, stehen seit Tagen unter Wasser. Für mindestens sieben Flüsse in der Region galt nach neuen Regenfällen am Mittwoch weiterhin eine Hochwasser-Warnung.

In Brasilien gab es in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe von Extremwetterereignissen wie Hitzewellen und Starkregen. Experten zufolge führt die Erderwärmung dazu, dass solche Ereignisse häufiger und intensiver auftreten. Derzeit werden die Wetterextreme durch das Klimaphänomen El Niño noch verstärkt.

mid/bfi