Brauchtum: Feiern zur Walpurgisnacht: Was steckt eigentlich dahinter?

In der Nacht tanzen sie wieder, die Hexen und Teufel. Nicht nur rund um den Brocken im Harz feiern jedes Jahr Tausende ein Volksfest.

In der Walpurgisnacht wird traditionell der Winter ausgetrieben. Mit Festen (Tanz in den Mai), Umzügen und mystischen Feuern wird der Frühling begrüßt. Der Gang zwischen zwei Walpurgis-Feuern soll reinigen und Krankheiten fernhalten. Im Harz wird die Walpurgisnacht seit Jahrhunderten gefeiert. Nach altem Volksglauben fliegen Hexen in der Nacht zum 1. Mai auf den Brocken (Blocksberg), um mit dem Teufel zu tanzen.

Auch anderes Brauchtum ist mit dieser Nacht verbunden: Hunderte Hexenfeuer lodern in der sorbischen Oberlausitz – und begrüßen den Frühling.

Im Rheinland stellen junge Männer am Haus ihrer Angebetenen bunt verzierte Birkenstämme als Maibäume auf. In vielen Regionen Deutschlands werden außerdem riesige Maibäume auf Markt- und Dorfplätzen errichtet.

Ihre Wurzel hat die Walpurgisnacht in heidnischen Frühjahrsbräuchen, bei denen die Ankunft des Frühlings mit nächtlichen Freudenfeuern gefeiert wurde. Nach altem Volksglauben vertreiben in dieser Nacht die germanischen Götter Wotan und Freya die Winter-Dämonen und zeugen den Frühling. Hexen reiten auf Besen, Mistgabeln, Schweinen oder Böcken zum Hexensabbat.

Ursprünglich nichts mit Hexen zu tun

Die Volkskundler des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) sind sich allerdings sicher, dass die Walpurgisnacht ursprünglich nichts mit Hexen zu tun hatte. Nach ihren Recherchen wurde der 1. Mai seit dem 8. Jahrhundert als Tag der Waffenschau der Wehrfähigen begangen, sagt der Volkskundler Alois Döring. Mit diesem Musterungstermin könnte da...

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