Brawn springt Binotto bei Teamorder zur Seite

SPORT1
Für die Teamorder beim Großen Preis von China am vergangenen Wochenende musste Ferrari viel Kritik einstecken.Nun bekommt Teamchef Mattia Binotto unerwartete Unterstützung. Ausgerechnet Ross Brawn, Formel-1-Sportchef und zuletzt Teamchef beim größten Rivalen Mercedes sprang dem 49-Jährigen für seine Entscheidung zur Seite."Im Moment geht Mattia gut mit der Situation um. Binotto sieht sich gezwungen, eine für Ferrari definitiv neue Situation zu bewältigen, nämlich zwei Fahrer, die auf sehr hohem Niveau kämpfen. Einerseits mit dem talentierten, jungen Leclerc, andererseits mit der wertvollen Ressource Vettel, der sich als viermaliger Weltmeister in der Vergangenheit als druckfest erwiesen hat." Leclerc reagiert wütend auf TeamorderIn Shanghai hatte Leclers zunächst Vettel am Start überholt, musste den Heppenheimer jedoch auf Druck des Teams wenig später wieder vorbei lassen. Nachdem die Scuderia den Monegassen anschließend deutlich länger auf der Strecke gelassen hatte als seinen Teamkollegen, musste er in der Folge auch noch Max Verstappen im Red Bull passieren lassen."Wir wollten Sebastian einfach eine Chance geben und sehen, ob er die Pace der Mercedes mitgehen kann. Es ging nicht darum, einem Fahrer einen Vorteil gegenüber dem anderen zu geben. Wir haben als Team zu einem wichtigen Zeitpunkt des Rennens alles versucht", rechtfertige Binotto die Entscheidung im Nachgang.Dennoch drohen bei den Roten nun schon in der Frühphase der Saison einige Unruhen, wie Leclers Reaktionen bereits am Wochenende verdeutlichten. "Ich muss das komplette Bild verstehen und mit den Ingenieuren sprechen, um die Entscheidung zu verstehen. Ich bin mir sicher, dass es eine Erklärung dafür gibt", sagte der 21-Jährige nach dem Rennen. Vettel bereits 31 Punkte hinter HamiltonFür Brawn wird Ferrari derweil nur eine Chance im Duell mit Mercedes haben, wenn die Leistungen auf allen Ebenen perfekt ist. "Das ist es, was Binotto und seine Leute tun müssen, und wie ich Mattia kenne, bin ich sicher, dass er sich dessen bewusst ist und alle seine Energien einsetzen wird, um sicherzustellen, dass es passiert."Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht's zum Shop | ANZEIGEDer Rückstand von Sebastian Vettel auf WM-Leader Lewis Hamilton beträgt nach drei Rennen bereits 31 Punkte. Auch in der Teamwertung liegt Ferrari bereits 57 Zähler hinter den Silberpfeilen zurück. (Fahrerwertung der Formel 1)

Für die Teamorder beim Großen Preis von China am vergangenen Wochenende musste Ferrari viel Kritik einstecken.

Nun bekommt Teamchef Mattia Binotto unerwartete Unterstützung. Ausgerechnet Ross Brawn, Formel-1-Sportchef und zuletzt Teamchef beim größten Rivalen Mercedes sprang dem 49-Jährigen für seine Entscheidung zur Seite.


"Im Moment geht Mattia gut mit der Situation um. Binotto sieht sich gezwungen, eine für Ferrari definitiv neue Situation zu bewältigen, nämlich zwei Fahrer, die auf sehr hohem Niveau kämpfen. Einerseits mit dem talentierten, jungen Leclerc, andererseits mit der wertvollen Ressource Vettel, der sich als viermaliger Weltmeister in der Vergangenheit als druckfest erwiesen hat."

Leclerc reagiert wütend auf Teamorder

In Shanghai hatte Leclers zunächst Vettel am Start überholt, musste den Heppenheimer jedoch auf Druck des Teams wenig später wieder vorbei lassen. Nachdem die Scuderia den Monegassen anschließend deutlich länger auf der Strecke gelassen hatte als seinen Teamkollegen, musste er in der Folge auch noch Max Verstappen im Red Bull passieren lassen.


"Wir wollten Sebastian einfach eine Chance geben und sehen, ob er die Pace der Mercedes mitgehen kann. Es ging nicht darum, einem Fahrer einen Vorteil gegenüber dem anderen zu geben. Wir haben als Team zu einem wichtigen Zeitpunkt des Rennens alles versucht", rechtfertige Binotto die Entscheidung im Nachgang.

Dennoch drohen bei den Roten nun schon in der Frühphase der Saison einige Unruhen, wie Leclers Reaktionen bereits am Wochenende verdeutlichten. "Ich muss das komplette Bild verstehen und mit den Ingenieuren sprechen, um die Entscheidung zu verstehen. Ich bin mir sicher, dass es eine Erklärung dafür gibt", sagte der 21-Jährige nach dem Rennen.

Vettel bereits 31 Punkte hinter Hamilton

Für Brawn wird Ferrari derweil nur eine Chance im Duell mit Mercedes haben, wenn die Leistungen auf allen Ebenen perfekt ist. "Das ist es, was Binotto und seine Leute tun müssen, und wie ich Mattia kenne, bin ich sicher, dass er sich dessen bewusst ist und alle seine Energien einsetzen wird, um sicherzustellen, dass es passiert."

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE

Der Rückstand von Sebastian Vettel auf WM-Leader Lewis Hamilton beträgt nach drei Rennen bereits 31 Punkte. Auch in der Teamwertung liegt Ferrari bereits 57 Zähler hinter den Silberpfeilen zurück. (Fahrerwertung der Formel 1)