Breitscheidplatz: Berlin-Attentäter Anis Amri wurde von IS-Mitglied angeleitet

Noch während Anis Amri den Lkw Richtung Breitscheidplatz fuhr, habe er Kontakt zu einem IS-Mitglied gehabt, so der Generalbundesanwalt.

Der Attentäter vom Breitscheidplatz, Anis Amri, wurde offenbar von einem IS-Mitglied angeleitet. Das geht aus einer Erklärung des Generalbundesanwaltes hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. "Seit dem 10. November 2016 kommunizierte Amri mit einem im Ausland aufhältigen Mitglied des sogenannten Islamischen Staates. Zu ihm hatte Amri auch während der Tatausführung Kontakt", heißt es in der Mitteilung des Generalbundesanwaltes.

Nach den bisher durchgeführten Ermittlungen handelte Amri beim Anschlag vom 19. Dezember auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz aber allein. "Es haben sich bisher keine Anhaltspunkte dafür finden lassen, dass weitere in Deutschland ansässige Personen in die Tatvorbereitung oder die Tatausführung eingebunden waren", heißt es in dem Schreiben weiter.

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Die Erklärung ist sehr detailliert und gespickt mit vielen, bisher unbekannten Details. So stellten die Ermittler etwa fest, dass sich das Surfverhalten Amris ab November 2016 verändert habe. Ab diesem Zeitpunkt finden sich im Internetverlauf des von Amri am Tatort zurückgelassenen Mobiltelefons keine pornografischen Inhalte mehr. Bis dahin hatten solche Inhalte den Internetverlauf dominiert. Ab Anfang Dezember 2016 ruft Amri fast nur noch islamistisch-jihadistische Inhalte im Internet auf. Neu ist auch, dass Anis Amri bereits am 15 Dezember dabei beobachtet wurde, wie er am Friedrich-Krause-Ufer einen Lkw öffnen wollte.

Am Tattag, dem 19. Dezember, wurde Ani...

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