Brexit-Deal: Warum sich Brüssel und London nun doch schnell einigen könnten

Marco Fieber
Großbritanniens Premierministerin Theresa May und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. (Archivbild vom Dezember 2017)

Monatelange hat es kaum Bewegung gegeben. Nun soll alles ganz schnell gehen: die Einigung für einen Abkommen, wie es zwischen Großbritannien und der Europäischen Union nach dem Brexit im kommenden März weitergeht.  

Brüssel hält einen Durchbruch in den schwierigen und bis dato äußert schleppenden Verhandlungen bereits binnen einer Woche für möglich. Auch umgekehrt zeigt sich die britische Premierministerin Theresa May plötzlich kompromissbereit.

Wie es dazu kam, was der schwerste Brocken zwischen Brüssel und London ist und wie realistisch tatsächlich eine baldige Einigung ist – auf den Punkt gebracht:

Die Ausgangssituation:

Die derzeit entscheidende Frage ist, wie es mit der Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland weitergeht.

► Sowohl die EU als auch Großbritannien wollen Grenzkontrollen verhindern. Auch, weil Beobachter befürchten, dass eine harte Grenze den Konflikt in der ehemaligen Bürgerkriegsregion wieder anfachen könnte.

► Das Problem ist: Großbritannien will sowohl die Europäische Zollunion als auch den EU-Binnenmarkt verlassen, spätestens im Jahr 2021. Doch dann wären Kontrollen eigentlich unumgänglich.

►Die EU pocht aber darauf, dass Großbritannien mindestens einer Notfallklausel zum Brexit-Abkommen zustimmt, die Kontrollen in jedem Fall ausschließen.

Eine Lösung für diese Frage gibt es bisher nicht.

Der Hintergrund: Die Mitglieder einer Zollunion vereinbaren gemeinsame Außenzölle. Kontrollen an den Binnengrenzen sind daher überflüssig. London will sich davon aber lossagen, um eigene Freihandelsabkommen mit Drittstaaten wie den USA und China zu schließen.

Warum nun ein Kompromiss möglich scheint – und damit ein schneller Deal:

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