Brief an Bolsonaro: Europa-Abgeordnete sorgen sich um indigene Völker

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Um ihre Besorgnis über die Zunahme der Gewalt gegen indigene Völker zum Ausdruck zu bringen, hat sich eine Gruppe von Europa-Parlamentariern an Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro gewandt.

In dem Schreiben weisen die Abgeordneten darauf hin, dass der Raub von indigenem Land seit dem Amtsantritt von Bolsonaro ein Rekordniveau erreicht hat. Allein 2019 hätten die Übergriffe auf indigene Gebiete um 135 Prozent zugenommen.

Die gemeinnützige Organisation "Global Witness" listet Brasilien bei der Zahl der tödlichen Angriffe indigene Völker und Menschenrechtsaktivisten an vierter Stelle.

Die Parlamentarier weisen auch auf die Abholzung im Amazonasgebiet hin, die in Bolsonaros Amtzeit um 85% zugenommen hat und jährlich 10.000 Quadratkilometer überschreitet.

Doch die Warnungen stoßen auf taube Ohren. So unterstützt die brasilianische Regierung das Megaprojekt Ferrogrão, das den Bau 1.000 Kilometer lange Eisenbahntrasse durch dem Amazonas-Regenwald vorsieht.

Damit soll der Transport von wichtigen Exportgütern wie Mais und Soja erleichtert werden. Befürworter des Projekts hoffen, dass die brasilianische Landwirtschaft durch die weltweit steigende Lebensmittel-Nachfrage davon profitieren kann. Kritiker befürchten eine noch schnellere Abholzung des Regenwaldes.

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