Was bringt die Zylinderabschaltung?

Ein Zylinder ist das Herz des Motors. Gerade wer spritsparend unterwegs sein möchte, sollte auf eine hohe Anzahl von Zylindern verzichten. Dies ermöglicht die Zylinderabschaltung. Foto: Jens Schierenbeck

Mit Botschaften wie «Spaß mit acht, sparen mit vier» oder «Cylinder on demand» werben Automobilhersteller wie Audi, Mercedes oder VW seit einigen Jahren. Gemeint ist die Zylinderabschaltung bei manchen ihrer hochmotorisierten Oberklassemodelle mit Verbrennungsmotor.

Dabei steht das Thema Kraftstoffsparen im Mittelpunkt. Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass die PS-starken Fahrzeuge mit acht oder mehr Zylindern nur dann mehr Benzin verbrauchen, wenn sie es auch wirklich benötigen, also die volle Motorleistung gefordert ist, erklärt der Tüv Nord.

In anderen Fahrsituationen, das heißt bei niedrigen oder mittleren Geschwindigkeiten, werden einzelne Zylinder oder ganze Zylinderbänke mit Hilfe elektronischer Fahrprogramme abgeschaltet. Dabei wird die Kraftstoffzufuhr für die betroffenen Zylinder unterbrochen. Die temporäre Abschaltung erfolgt für den Fahrer weitgehend unbemerkt.

Die Motorsteuerung greift bei Zündung und Drosselklappe ein, wobei der Übergang über eine Drehmomentanpassung «geglättet» wird. Dadurch wird das berüchtigte Ruckeln vermieden. Allerdings lässt es sich nicht vermeiden, dass der Motor während der Zylinderabschaltung insgesamt etwas rauer läuft. Das Ziel einer Spritersparnis wird aber erreicht: Der Verbrauch sinkt je nach Motortyp und Fahrverhalten um bis zu 15 Prozent.

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