Brite in Türkei wegen angeblicher Verbindungen zu Kurdenmiliz festgenommen

In der Türkei ist ein Brite wegen angeblicher Verbindungen zu einer Kurdenmiliz festgenommen worden. Wie die türkische amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Freitagabend berichtete, wurde der Mann in dem Urlaubsort Didim an der Westküste des Landes festgenommen. Er soll in sozialen Netzwerken Fotos verbreitet haben, auf denen er an Militäroperationen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Syrien teilnimmt. Ankara betrachtet die YPG als "Terrororganisation".

Gemeinsam mit dem Briten wurden laut Anadolu auch eine Bulgarin sowie deren Mutter festgenommen. Beide seien wieder freigelassen worden, die Tochter allerdings unter gerichtlichen Auflagen.

Nach Angaben des britischen Rundfunksenders BBC handelt es sich bei den Festgenommenen um einen früheren britischen Soldaten, seine Freundin sowie ihre Mutter. Demnach hatte der Mann fünf Monate lang in Syrien als Freiwilliger an der Seite der YPG gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gekämpft. Er hatte darüber in verschiedenen Interviews mit britischen Medien gesprochen.

Die YPG hat enge Verbindungen zur in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Anders als die Türkei schätzen die USA die Kurdenmiliz als Verbündeten im Kampf gegen den IS und rüsten sie trotz Protesten aus Ankara auch mit Waffen aus.

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