Die Briten und der Brexit: "Zurück in Zollunion und Binnenmarkt"

In Großbritannien werden immer weniger Lebensmittel produziert. Landwirte schrauben ihre Produktion zurück, gezwungenermaßen, es fehlt an Arbeitskräften. Gleichzeitig steigen die Kosten, inflationsbedingt.

Die Situation ist katastrophal, es gerät außer Kontrolle...

"Der britische Handel leidet unter so viel Bürokratie, es könnte nicht schlimmer sein" meint Liz Webster, Vorsitzende von Save British Food. "Mit Blick das Land mache ich mir wirklich Sorgen um die Lebensmittelsicherheit, Bevorratung und die Versorgung."

Liz Webster vertritt eine wachsende Zahl britischer Landwirte, für die der Brexit die Situation noch verschlimmert hat. Sie wollen zurück in den europäischen Binnenmarkt.

Nicht nur in der Landwirtschaft stehen die Zeichen auf Rückkehr. Britische Meinungsforscher sehen seit dem Referendum von 2016 eine "deutliche und wachsende Verschiebung" hin zur Rückkehr in den Binnenmarkt.

Der Handel leidet unter der Brexit-Bürokratie

57% der Briten glauben jetzt, der Brexit sei ein Fehler gewesen. Import zum Beispiel, der Weinhandel, nur eine weitere Branche, für die es schlechter läuft.Große Bestellungen in Europäischem Wein brauchten vor dem Brexit ein paar Tage über den Kanal - jetzt sind es Monate. Die Frustration sitzt tief über die Politik – niemand scheint dort bereit, über den Wiedereintritt Großbritanniens zu diskutieren...

Ich bin fassungslos, dass diese Diskussion nicht geführt wird - es gibt so viele Unternehmen, die wirklich zu kämpfen haben. Wir müssen ehrliche Gespräche über die Zollunion und den Binnenmarkt führen - über alles, was uns wirklich hilft...

Die öffentliche Meinung in Großbritannien scheint sich gedreht zu haben. Die Wirtschaft steht unter Druck, muss sich weiter anpassen an eine Situation, die durch galoppierende Energiepreise und die Inflation nicht einfacher wird.