Britische Dampflok saust mit 100 Meilen pro Stunde durch die Lande

Foto eines Tornadozugs aus dem Jahr 2009

Auf den bahnbrechenden Rekord wurde mit einer Tasse Tee angestoßen: Erstmals seit fast einem halben Jahrhundert hat eine Dampflok auf einer der Hauptverbindungstrecken Großbritanniens eine Geschwindigkeit von 100 Meilen pro Stunde (161 km/h) erreicht. Bei einer zunächst geheim gehaltenen Testfahrt zwischen Doncaster und Newcastle habe die Tornado-Lok bewiesen, dass sie als Passagierzug schneller als bisher erlaubt fahren kann, sagte der zuständige Manager des Betreibers, Graeme Bunker-James, am Mittwoch.

Der Betreiber A1 Steam Locomotive Trust will erreichen, dass die seit den 60er Jahren geltende Geschwindigkeitsbegrenzung für Dampfloks auf Großbritanniens wichtigsten Bahnstrecken von 75 mp/h (121 km/h) auf 90 mp/h erhöht wird. Die Testfahrt auf der Strecke London-Edinburgh sollte zeigen, dass die historischen Passagierzüge auch bei höherer Geschwindigkeit sicher sind. Sie fuhr durchgehend zehn Prozent über den 90 mp/h und streckenweise sogar etwas mehr.

Laut der Zeitung "The Daily Telegraph" überschritt ein Dampfzug zum letzten Mal 1968 die 100 mp/h-Marke. Etwa zur selben Zeit wurde der Bau von Dampfloks eingestellt. Den Tornado, einen modernisierten Nachbau, gibt es seit 2008.

Eine höhere Geschwindigkeit stelle sicher, dass "so viele Menschen wie möglich auch künftig eine Reise mit dem Tornado" auf den Hauptstrecken des Landes genießen können, sagte Bunker-James. Der weltweite Geschwindigkeitsrekord für eine Dampflok liegt bei 126 mp/h (203 km/h) und wurde 1938 auf derselben Strecke aufgestellt.

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