Britische Supermarktkette Tesco: Strafe, aber kein Verfahren

Ein Bilanzskandal stürzte Tesco im Jahr 2014 in die größte Krise in der Unternehmensgeschichte. Nun einigte sich die britische Supermarktkette mit den Behörden, zahlt 150 Millionen Euro Strafe – und umgeht ein Strafverfahren.

Tesco hatte die Finanzen auf Kosten von Zulieferern aufpoliert, indem Verträge zu früh verbucht wurden. Deshalb wurden die Gewinnaussichten des Konzerns zu dieser Zeit um knapp 290 Millionen Euro zu hoch angesetzt.

Tesco facing £129m fine by Serious Fraud Office https://t.co/EPXHDrOO3B— The Independent (@Independent) 28. März 2017

Jetzt würden außerdem einige Anleger mit rund 98 Millionen Euro entschädigt. In der Bilanz des Geschäftsjahres 2016/17, die am 12. April bekanntgegeben werden soll, fielen deshalb 272 Millionen Euro Einmalkosten an. „Wir bedauern die Vorkommnisse von 2014 zutiefst und werden alles tun, das Vertrauen in das Unternehmen und die Marke wieder herzustellen“, sagte Tesco-Chef Dave Lewis.

su mit Reuters

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