Britischer Rechtsextremist Griffin kündigt "Flucht" nach Ungarn an

Der britische Rechtsextremist Nick Griffin will nach eigenen Angaben nach Ungarn flüchten, um der liberalen Politik in Westeuropa zu entkommen. Er folgt damit einer Einladung von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban

Der britische Rechtsextremist Nick Griffin will nach eigenen Angaben vor Ablauf von sechs Monaten in Ungarn Zuflucht suchen. Wenn in Westeuropa "der Ärger" mit dem Terror-Netzwerk Al-Kaida und der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) "wirklich" einsetze, werde es eine "Welle" von Europäern geben, die sich nach Ungarn begäben, sagte der frühere Vorsitzende der rechtsextremen British National Party (BNP) am Wochenende der ungarischen Website 444.hu.

Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban hatte im Februar angeboten, Bürger Westeuropas könnten vor liberalen Werten in Ungarn Zuflucht suchen und damit jenes Europa zurückgewinnen, das sie in ihren Heimatländern "verloren" hätten. Schon jetzt gebe es eine "nationalistische Gemeinde" von Emigranten in Budapest, sagte Griffin, dazu zählten Franzosen, Italiener, Schweden und Briten.

Ungarn sei unter Orban zu einem Musterbeispiel von "Souveränität" geworden, sagte Griffin. "Ich hoffe, dass Ungarn und die ungarische Regierung die Menschen aufnehmen werden, die zu authentischen Flüchtlingen Westeuropas werden". Griffin war von 1999 bis 2014 BNP-Parteichef.

Griffin kam nach Budapest, um an einem Kolloquium gegen die Stiftung Open Society teilzunehmen, die von dem aus Ungarn stammenden US-Finanzmogul George Soros gegründet wurde und sich für die Integration von Flüchtlingen einsetzt. Orban betrachtet die Integration muslimischer Flüchtlige als "Gift" für die europäischen Gesellschaften.

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