Britisches Säbelrasseln im Streit um Gibraltar

Im Streit um die Zukunft Gibraltars hat die britische Premierministerin Theresa May erklärt, dass es keine Einigung über den Brexit gegen den Willen der dortigen Bevölkerung geben wird. In ihrer am Mittwoch überreichten Austrittserklärung hatte May das britische Überseegebiet nicht erwähnt. Die EU erklärte daraufhin, der zukünftige Status Gibraltars müsse mit Spanien abgestimmt werden.

Nun verglich Michael Howard, ein ehemaliger Parteivorsitzender der britischen Konservativen, den Konflikt mit Großbritanniens Falklandkrieg gegen Argentinien. “Vor 35 Jahren schickte eine Premierministerin das Militär um die halbe Welt”, so Howard, “um eine kleine Gruppe von Briten gegen ein spanischsprechendes Land zu verteidigen, und ich bin mir absolut sicher, dass die gegenwärtige Premierministerin ebenso entschlossen hinter der Bevölkerung Gibraltars stehen wird.”

Das winzige Gebiet im Süden der iberischen Halbinsel gehört seit mehr als 300 Jahren zu Großbritannien und die Bevölkerung hat immer wieder erklärt, dass sie britisch bleiben will. Im EU-Referendum stimmten 96 Prozent der Wähler in Gibraltar für den Verbleib in der EU.

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