Britisches Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2017 verlangsamt

Britisches Wirtschafswachstum verlangsamt

Angesichts der Unsicherheiten wegen des bevorstehenden EU-Austritts ist die britische Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres weniger stark gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte in den ersten drei Monaten um 0,3 Prozent zu, wie die nationale Statistikbehörde am Freitag mitteilte. Analysten hatten ein Wachstum von 0,4 Prozent vorausgesagt. Im letzten Quartal des Vorjahres hatte die britische Wirtschaft noch um 0,7 Prozent zugelegt und den Unsicherheiten wegen des Brexit damit noch deutlicher standgehalten.

Die Schwäche im ersten Quartal 2017 sei "sehr wahrscheinlich auf den Brexit zurückzuführen", sagte Experte Alan Clarke von der Scotiabank. Wegen des sinkenden Pfundes habe die Inflation zugenommen, wodurch wiederum die Kauflaune der Briten abgenommen habe und das Wachstum insgesamt verlangsamt worden sei.

Volkswirt Ben Brettell von Hargreaves Lansdown sagte, es sei davon auszugehen, dass das Wachstum 2017 insgesamt niedriger ausfalle. Zwar habe die britische Wirtschaft seit dem Brexit-Referendum im vergangenen Sommer positiv überrascht, es sehe aber so aus, als ob die Verbraucher nun die Inflation zu spüren bekämen.

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