Brutaler Überfall in eigener Wohnung auf Mann in Sachsen

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Blaulicht

Im sächsischen Eilenburg ist ein 30-jähriger Mann in seiner eigenen Wohnung mutmaßlich aus politischen Gründen überfallen und erheblich verletzt worden. Das teilten die Leipziger Staatsanwaltschaft und das sächsische Landeskriminalamt am Donnerstag mit. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Opfer um den Bundesvorsitzenden der NPD-Jugendorganisation Junge Nationalisten, Paul Rzehaczek. Die Ermittlungsbehörden wollten sich dazu auf Anfrage nicht äußern.

Den behördlichen Angaben zufolge klingelten am Donnerstagmorgen mehrere unbekannte Täter an der Hauseingangstür des Mehrfamilienhauses in Eilenburg, in dem der 30-jährige Mann wohnt. Die Angreifer sollen zu diesem Zeitpunkt gelbe Westen mit der Aufschrift Polizei getragen haben, dunkel gekleidet und vermummt gewesen sein, hieß es. Sie hätten ihr Opfer körperlich so heftig attackiert, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Wegen des Verdachts auf eine politische Motivation übernahm die zuständige Soko LinX des Landeskriminalamtes Sachsen die weitere Bearbeitung des Falles. Mögliche Zeugen wurden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Wie die "Leipziger Volkszeitung" berichtete, wurde dem Funktionär der rechtsextremen NPD mehrfach mit einem Hammer auf die Fußgelenke geschlagen. Laut "Bild"-Zeitung, wurde er zudem am Kopf verletzt. Nachdem die Täter von ihm abließen, habe der 30-Jährige selbst die Polizei alarmieren können.

bk/cp