Buback-Familie scheitert mit Klageforderung gegen früheres RAF-Mitglied

Rund 40 Jahre nach der Ermordung des damaligen Generalbundesanwalts Siegfried Buback sind dessen Bruder und Sohn mit dem Versuch gescheitert, eine Klage gegen den ehemaligen Angehörigen der linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) Stefan Wisniewski durchzusetzen. Der Klageerzwingungsantrag sei als unzulässig verworfen worden, teilte das Oberlandesgericht Stuttgart am Donnerstag mit.

Das Gericht verwies zur Begründung unter anderem darauf, das die Bundesanwaltschaft "keinen hinreichenden Tatverdacht" für eine Beteiligung Wisniewskis an dem Anschlag vom 7. April 1977 habe. Die Behörde habe nur den Verdacht, dass Wisniewski an der Vorbereitung des Anschlags durch Teilnahme an zwei Treffen von RAF-Mitgliedern im November 1976 im Harz und Anfang 1977 in den Niederlanden beteiligt gewesen sei.

Der Bruder und der Sohn Bubacks waren bereits 2105 mit einem Klageerzwingungsantrag gegen die früheren RAF-Mitglieder Siegfried Haag und Roland Mayer wegen Mordverdachts gescheitert.

Buback sowie seine beiden Begleiter Georg Wurster und Wolfgang Göbel waren am 7. April 1977 in Karlsruhe in ihrem Dienstwagen von einem RAF-Kommando erschossen worden. Bis heute ist unklar, wer der Schütze war, der damals die tödlichen Schüsse von einem Motorrad aus auf den Wagen des Generalbundesanwalts abfeuerte.

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