Buback kritisiert Rolle des Verfassungsschutzes beim RAF-Attentat auf Vater

Michael Buback hat die Rolle des Verfassungsschutzes bei der unvollständigen Aufklärung des RAF-Attentats auf seinen Vater, Generalbundesanwalt Siegfried Buback, kritisiert. "Es fällt auf, dass sich die Mängel geradezu systematisch jeweils in dieselbe Richtung begünstigend auswirken," sagte Buback den in Dortmund erscheinenden "Ruhr Nachrichten" vom Freitag zu dem vor 40 Jahren verübten Anschlag.

Die Kooperation des Verfassungsschutzes mit der RAF-Terroristin Verena Becker sieht Buback als "eine schwere Hypothek für die Klärung dieses Verbrechens". "Da Geheimdienste ihren Informanten Schutzzusagen geben können, indem sie in Staatsschutzangelegenheiten die Staatsanwaltschaft und damit die Polizei zum Innehalten bei den Ermittlungen bewegen, könnte diese geheime Kooperation viele der ansonsten unverständlichen Mängel erklären", sagte Buback der Zeitung.

Bei dem Anschlag am 7. April 1977 waren der damalige Generalbundesanwalt und zwei seiner Mitarbeiter getötet worden.

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