Buddhistischer Orden schasst Mönche wegen Drogen

31 Geistliche positiv auf Metamphetamine getestet

Wegen Drogenmissbrauchs hat ein buddhistischer Orden in Thailand 31 Mönche geschasst. Der Vorsteher eines Klosters müsse sich wegen Drogenhandels verantworten, sagte ein Vertreter der örtlichen Behörden in der Provinz Saraburi der Nachrichtenagentur AFP. Demnach wurden 31 Mönche aus mehreren Klostern positiv auf Metamphetamine getestet. Zuvor hätten sich Dorfbewohner über "verdächtige Versammlungen" vor verschiedenen Tempeln beschwert, sagte der Behördenvertreter weiter.

Die meisten Teilnehmer an diesen Zusammenkünften seien bekannt dafür gewesen, dass sie Drogen nähmen. Wer von den Mönchen von den Drogen wegkomme, dürfe sich die Kutte wieder überstreifen.

In Thailand sind rund 95 Prozent der Einwohner praktizierende Buddhisten. In den vergangenen Monaten wurde der Klerus jedoch von zahlreichen Affären erschüttert, neben Drogenmissbrauch ging es um Alkoholexzesse, Wetten und den Besuch von Prostituierten. Zwei Mönche wurden zudem im Zusammenhang mit einem Pädophilieskandal festgenommen. Ein Video zeigte ferner drei Glaubensbrüder, die in einem Privatjet mit Luxusgütern unterwegs sind. Einer der drei, dem auch eine sexuelle Beziehung zu einer Minderjährigen vorgeworfen wird, hat sich ins Ausland abgesetzt.

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