Bund kann sich Überblick über Wohnungslosigkeit verschaffen

Obdachlosen-Unterkunft

Der Bund kann sich künftig systematisch einen Überblick über das Ausmaß der Wohnungslosigkeit in Deutschland verschaffen. Der Bundesrat billigte am Freitag ein Gesetz, mit dem erstmals bundesweit die entsprechenden Daten erhoben werden sollen. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen sollen sozialpolitische Maßnahmen zielgenauer gestaltet werden. Länder und Kommunen sollen dabei unterstützt werden, Wohnungslosigkeit zu bekämpfen.

Ab 2022 ist zudem eine zentrale Statistik geplant, die Auskunft über Wohnungslose geben soll, die in Gemeinschafts- oder Notunterkünften untergebracht sind. Die Daten dafür soll das Statistische Bundesamt jährlich zum 31. Januar erheben.

Eine weitere Gruppe Wohnungsloser ist nach Darstellung der Bundesregierung statistisch jedoch kaum zu erfassen - Menschen zum Beispiel, die als Selbstzahler in Billigpensionen leben, vorübergehend bei Verwandten oder Freunden unterkommen oder auf der Straße leben.

Für diese Formen der Wohnungslosigkeit solle daher eine ergänzende Wohnungslosenberichterstattung eingeführt werden. Der Wohnungslosenbericht solle künftig mindestens alle zwei Jahre veröffentlicht werden.