Bund will sich schrittweise von Telekom-Anteilen trennen

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann hat sich für einen Verkauf der staatlichen Anteile an der Deutschen Telekom ausgesprochen. Dieses Geld werde dringend für den Glasfaserausbau benötigt

Die Bundesregierung will ihre Beteiligung an der Deutschen Telekom schrittweise aufgeben. "Der Bund hält grundsätzlich an seinem Ziel fest, sukzessive weiter die Bundesanteile an der Deutschen Telekom (...) zurückzuführen", teilte das Bundesfinanzministerium der "Wirtschaftswoche" vom Freitag mit. Die künftige Eigentümerstruktur dürfe aber "nicht zur Absenkung der gebotenen IT-Sicherheitsstandards führen", da die Telekom ein wichtiger Betreiber kritischer Netzinfrastrukturen sei.

Wann das Bundesfinanzministerium die Aktien verkaufe, sei abhängig vom Börsenumfeld und "nur in Teilschritten möglich", hieß es in dem Bericht weiter. Die Verkaufserlöse würden nicht nur in den Breitbandausbau gesteckt, sondern sollten der "Finanzierung aller Ausgaben des Bundeshaushalts" dienen.

Derzeit hält der Bund 14,5 Prozent an dem Konzern. Weitere 17,5 Prozent liegen bei der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau, die diese Anteile vor Jahren dem Bund abgekauft hatte.

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