Bundesanwaltschaft: Berlin-Attentäter Amri war Einzeltäter

Berlin Terror Polizei

Der Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri ist nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft Einzeltäter gewesen.

Es gebe keine Anhaltspunkte, dass weitere in Deutschland ansässige Personen in die Tatvorbereitung oder Ausführung eingebunden gewesen seien, erklärte Generalbundesanwalt Peter Frank am Mittwoch.

Die Bundesanwaltschaft gab am Mittwoch auch weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen zu dem Anschlag bekannt, bei dem Amri am 19. Dezember zwölf Menschen tötete. Die Auswertung seines Mobiltelefons ergab demnach, dass  Amri vor und während der Tat mit einem IS-Mitglied im Ausland kommunizierte. Schon sieben Wochen vor dem Anschlag, am 31. Oktober oder 1. November 2016, nahm Amri den Ermittlungen zufolge  in Berlin ein Video von sich selbst auf, in dem er Muslime zum Dschihad aufrief und den Treueeid auf den Führer der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) schwor. Danach habe sich sein Surfverhalten im Internet verändert. Die Auswertung seines Mobiltelefons, das er am Tatort zurückließ, ergab den Angaben zufolge, dass Amri bis Mitte November vor allem Pornos im Internet aufrief. Ab Anfang Dezember seien es dagegen fast nur noch islamistisch-dschihadistische Inhalte gewesen.

Ab Ende November spähte Amri offenbar zu Fuß den späteren Tatort aus, er hielt sich fast täglich zwischen Putlitzbrücke und Torfstraßensteg auf. Dort kaperte er am Tattag den LKW eines polnischen Fahrers, den er tötete. Videoaufzeichnungen eines Anliegers und eine weitere Kameraaufzeichnung belegten, dass Amri am Tattag dort alleine unterwegs war, erklärte die Bundesanwaltschaft weiter. Er erschoss den Ermittlungen zufolge um 19.30 Uhr den polnischen Fahrer.

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