Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßliche IS-Spendensammlerin

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Justitia (AFP/INA FASSBENDER)

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen eine mutmaßliche deutsche Sammlerin von Spenden für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erhoben. Denise S. würden Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz und die Nichtanzeige einer geplanten Straftat vorgeworfen, teilte die Behörde am Dienstag in Karlsruhe mit. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart.

S. ist die nach islamischem Ritus angetraute Frau von Aymen A.-J., gegen den im Oktober bereits Anklage erhoben wurde. Er soll geplant haben, zum IS nach Afrika oder Syrien zu reisen, wurde aber beim mutmaßlichen Versuch der Ausreise festgenommen. Seine Frau, die ein extremistisch-islamistisches Weltbild habe, soll von den Plänen gewusst haben. Außerdem habe sie zusammen mit ihrem Mann die Beschaffung und den Transfer von Geld für den IS organisiert. Einige hundert Dollar soll sie an IS-Frauen geschickt haben. S. wurde im August festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

smb/cfm

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