Bundesanwaltschaft klagt mutmaßlichen Taliban-Kämpfer an

Die Bundesanwaltschaft hat einen 17-jährigen mutmaßlichen Taliban-Kämpfer wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung sowie gemeinschaftlichen versuchten dreifachen Mordes in München angeklagt. Abdullah S. K. soll sich Anfang 2014 in Afghanistan den Taliban angeschlossen haben, wie die Bundesanwaltschaft am Montag in Karlsruhe mitteilte. Er sei von den Extremisten zudem militärisch ausgebildet worden.

Der Beschuldigte soll demnach in einer in der Provinz Baghlan agierenden Kampfeinheit der Taliban aktiv gewesen sein. Er soll sich an Angriffen auf die afghanische Polizei, einen Posten der Armee sowie einen Konvoi ausländischer und einheimischer Truppen beteiligt haben. Als er mitbekommen habe, dass Mitglieder seiner Einheit beabsichtigten, einen Jungen zu vergewaltigen, sei er bei einem nächtlichen Wachdienst geflohen und habe 2015 Afghanistan verlassen.

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