Bundesanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen fünf mutmaßliche NSU-Unterstützer ein

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen fünf mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremen Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) wegen nicht hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Gegen vier weitere Verdächtige werde noch ermittelt, teilte die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe auf Anfrage mit. Zuvor hatten die ARD und der "Spiegel" darüber berichtet.

Der NSU - bestehend aus Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos - ermordete insgesamt zehn Menschen und flog 2011 auf. Böhnhardt und Mundlos wurden tot in einem ausgebrannten Wohnmobil gefunden. Zschäpe kam vor Gericht, ebenso vier Unterstützer der Zelle. Sie alle sind inzwischen rechtskräftig verurteilt.

Die Ermittlungsverfahren gegen Mandy S., Thomas M., Matthias D., Max-Florian B. und Jan W. wurden nun eingestellt. Gegen vier weitere mutmaßliche Helfer ermittelt die Bundesanwaltschaft noch - unter anderem gegen die Frau von André E., der bereits als NSU-Unterstützer verurteilt wurde.

smb/cfm