Bundesbank-Vorstand sieht Ende der "Umsonst-Kultur" bei Banken

Trotz der seit einem Jahr geltenden gesetzlichen Kontowechselhilfe bleiben die Verbraucher ihrem Kreditinstitut treu. Das Instrument ist außerdem 61 Prozent der Befragten unbekannt, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband erklärte

Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret rechnet mit steigenden Bankgebühren in Deutschland. "Wir sehen ein Ende der Umsonst-Kultur", sagte Dombret der "Welt" vom Montag. Mittlerweile verlangten viele Institute wieder Gebühren für Dienstleistungen und Produkte. Diese Entwicklung dürfte sich wohl fortsetzen. "Allerdings müssen diese Produkte auch attraktiv sein, sonst werden Banken und Sparkassen dafür diese Preise nicht am Markt durchsetzen können", ergänzte der Bundesbank-Vorstand.

Grund für die Gebührenpolitik der Banken sind die niedrigen Zinsen und strenger werdende Regulierung. Ob die Gebühren auch wieder sinken oder verschwinden könnten, sobald die Leitzinsen steigen, darauf wollte sich Dombret nicht festlegen. "Das ist eine Frage des Wettbewerbs."

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