Bundesländer gehen von derzeit 8500 "Reichsbürgern" aus

In Deutschland gibt es nach Regierungsangaben derzeit rund 12.900 Reichsbürger, und 700 von ihnen haben einen Waffenschein

Die Innenministerien der Bundesländer beziffern die Zahl der sogenannten Reichsbürger in Deutschland einem Bericht zufolge auf insgesamt 8500. Dies berichtete die Zeitung "Die Welt" am Mittwoch vorab unter Berufung auf eine Umfrage bei den Innenministerien. In absoluten Zahlen führt demnach Bayern mit 2700 "Reichsbürgern" die Liste an, es folgen Nordrhein-Westfalen mit tausend und Baden-Württemberg mit 650.

Bezogen auf die Bevölkerungszahl ergibt sich den Angaben zufolge eine andere Reihenfolge: Mit einer Quote von 25 Reichsbürgern je 100.000 Einwohner führt hier Thüringen, das Land gibt bislang die Gesamtzahl mit 550 an. An zweiter Stelle steht Bayern mit 21 Reichsbürgern je 100.000 Einwohner. Platz drei nimmt Mecklenburg-Vorpommern mit 19 ein. Dort leben insgesamt rund 300 Reichsbürger.

Die in etliche Kleinstgruppen zersplitterten "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik nicht an und damit auch nicht staatliche Autoritäten wie die Polizei. Sie gehen davon aus, dass das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 noch existiert. Ein Teil der Szene vertritt nach Behördenangaben rechtsextremistische Positionen.

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