Bundeslandwirtschaftsminister stellt Winzern und Bauern Finanzhilfen in Aussicht

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) hat den von Frostschäden betroffenen Winzern und Obstbauern im Gespräch mit der "Nordwest-Zeitung" Unterstützung in Aussicht gestellt

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat den von Frostschäden betroffenen Winzern und Obstbauern Unterstützung in Aussicht gestellt. Er lasse prüfen, ob es sich um eine Katastrophe nationalen Ausmaßes handele und der Bund finanzielle Hilfe leisten könne, sagte Schmidt der Oldenburger "Nordwest-Zeitung" vom Donnerstag. Wie hoch die Verluste durch Frostschäden tatsächlich seien, lasse sich aber erst bei der Ernte feststellen.

Besonders im Süden und Südwesten Deutschlands gab es im April starke Nachtfröste. Sie fügten Weinreben und Obstbäumen erhebliche Schäden zu, weil diese aufgrund der milden Witterung im März bereits ausgetrieben hatten beziehungsweise blühten. Laut "Nordwest-Zeitung" hat nur ein Teil der betroffenen Obst- und Weinbauern Frostversicherungen abgeschlossen.

Im Hinblick auf die Frostschäden hatte der Deutsche Bauernverband Ende April einen direkten Schadensausgleich durch die Politik gefordert. Die Lage sei "dramatisch", erklärte Präsident Joachim Rukwied. In einzelnen Regionen müssten Betriebe Ausfälle von bis zu 80 Prozent befürchten, teilweise seien sogar bis zu 100 Prozent der Ernte vernichtet. Rukwied regte deshalb an, als langfristiges Absicherungssystem eine Frostversicherung zu schaffen.

In Deutschland sind Hilfsmaßnahmen bei Naturkatastrophen in erste Linie Ländersache. Damit finanzielle Hilfen geleistet werden können, müssen die Bundesländer die Nachtfröste aber erst als Naturkatastrophe einstufen. Baden-Württemberg tat dies am Dienstag. Damit der Bund die betroffenen Obst- und Weinbauern mit Geld unterstützen könnte, müssten die Frostschäden auf Basis von Analysen und Gutachten als Katastrophe von nationalem Ausmaß eingestuft werden.

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