Bundesliga: Hertha hat die Sonne wieder im Rücken

Stuttgart hat Daimler, Hertha die Welt: Die Suche nach externen Geldgebern ist für die Berliner kompliziert, beobachtet Uwe Bremer.

Berlin.  Als Letzte kämpften sich Per Skjelbred und Salomon Kalou auf Fahrrädern die Hanns-Braun-Straße hinauf. Hertha-Trainer Pal Dardai hatte seinen Profis am Morgen nach dem ungefährdeten 2:0 gegen den FC Augsburg eine kleine Ausfahrt verordnet. Die Beine lockern, etwas Spaß haben, die Sonne genießen – ganz ohne Fußball. Die Berliner Profis nahmen das dankend an, zumindest bis zum dicken Ende, dem Schlussanstieg Richtung Trainingsgelände. Skjelbred und Kalou waren nicht die einzigen, die auf der Zielgeraden abreißen lassen mussten.

Genau das hatten die Hauptstädter am Sonntag ja erfolgreich vermieden: im Endspurt der Saison abzufallen – mal wieder –, nachdem sie zuvor einen (Tabellen-)Platz an der Sonne genossen hatten. Drei Niederlagen in Folge hatten zuvor eine ordentliche Portion Zweifel in die Europapokalhoffnungen gestreut, zumindest im Umfeld. "Das war ein Riesendruck", gab Dardai zu, "aber das Selbstvertrauen ist da, auch nach drei Niederlagen."

Konterspiel der Berliner bleibt ein Manko

Tatsächlich bewies Hertha gegen Augsburg nicht nur mentale Stabilität, sondern phasenweise auch fußballerische Klasse. In den ersten 20 Minuten habe sein Team so gut kombiniert, dass Augsburg "gar nicht in die Zweikämpfe gekommen" ist, lobte der Trainer, doch natürlich wusste auch er: Die erschreckend harmlosen und verunsicherten Augsburger kamen als äußerst dankbare Aufbaugegner daher.

"Die zweite Halbzeit war nicht gut", hatte Torwart Rune Jarstein schon am Sonntag bemängelt. Dardai schob am Mo...

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