Bundesliga: Herthas Auswärtsschwäche: Nicht mehr lustig

Der Berliner Bundesligist sucht verzweifelt nach einem Weg aus der Auswärtsmisere. Trainer und Spieler wirken nach acht Pleiten ratlos.

Berlin.  Pal Dardai kam den Fragen zuvor. Natürlich nehme er auch diesen "wunderschönen Rekord" mit, sagte Herthas Cheftrainer mit beißender Ironie – sei ja schließlich nicht sein erster. "Ich habe die meisten Spiele für Hertha und die meisten Punkte gesammelt", und nun eben auch das: die meisten Auswärtsniederlagen in Folge zu verantworten. Das 0:1 in Mainz am Sonnabend hatten spitzfindige Geschichtsschreiber als ein Novum entlarvt. Acht Pleiten in der Fremde am Stück waren den Berlinern noch nie unterlaufen.

Gleich neben dem historischen "Gab's- noch-nie" oszillierte ein fassungsloses "Gibt's-doch-gar-nicht" durch die Mainzer Arena. Vedad Ibisevic war die Lust auf Erklärungsversuche jedenfalls vergangen. "Es ist wirklich nicht mehr lustig", schimpfte der Kapitän, "so langsam habe ich keinen Bock mehr auf diese Diskussion – auswärts oder zu Hause." Den überragenden elf Siegen und 34 Punkten aus 14 Spielen im Olympiastadion stehen nun zehn Pleiten und neun Pünktchen aus 15 Auswärtsauftritten gegenüber.

Gegner Mainz läuft fast fünf Kilometer mehr

Ohne den tapferen Mainzern zu nahe treten zu wollen: Einem übermächtigen Gegner stand Hertha am Sonnabend nicht gegenüber. Aber einem, der sich im Kampf um die eigene Erstliga-Existenz auf die sogenannten Primärtugenden besann, der ackerte, lief und zupackte, wo Hertha zu passiv blieb. "In der ersten Halbzeit waren wir nicht anwesend", ärgerte sich Dardai, "statt nach vorne zu verteidigen, haben wir immer einen Schritt nach hinten gemacht."

So gro...

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