Bundesliga: Herthas Ziel: Bremen vergessen, Leipzig schlagen

Wie Hertha mit der neunten Auswärtsniederlage in Folge umgeht und sich dennoch den Traum von der Europa League erfüllen will.

Berlin.  Man kann über Details ­reden: Warum es Hertha BSC auswärts so gut wie nie gelingt, mal in Führung zu gehen. Warum Hertha in Bremen erneut so früh in Rückstand geraten ist (0:2 nach 15 Minuten/Endstand 0:2) – wie schon in Gladbach (0:1 nach 16 Minuten/0:1), in Köln (0:1 nach sechs Minuten/2:4) oder in Leverkusen (0:1 nach zwölf Minuten/1:3). Warum Hertha nach einem Rückstand noch jedes Auswärtsspiel in diesem Jahr verloren hat.

Man kann auch auf das große Ganze schauen: Dass die Bundesliga 2016/17 schwach ist. Weil oben vier Teams (Bayern, Leipzig, Hoffenheim, Dortmund) mit weitem Vorsprung die Champions-League-Plätze unter sich ausmachen. Weil es einen Mittelbauch gibt von Platz 5 bis 17, wo jede Mannschaft das Potenzial hat, entweder um die Europa League zu spielen – oder gegen den Abstieg. Dann ist da noch Schlusslicht Darmstadt in einer eigenen Kategorie.

Hertha holt von 21 möglichen Punkten sechs

Es ist schwer zu verstehen: Hertha hat aus den letzten sieben Partien von 21 möglichen Punkten lediglich sechs geholt – ist aber wie vor sieben Wochen auch aktuell Liga-Fünfter. Innenverteidiger Sebastian Langkamp wunderte sich nach dem 0:2 in Bremen: "Es ist wohl so, dass alle Mannschaften, die um Europa kämpfen, Wellentäler haben."

Trainer Pal Dardai wirkte ratlos. "Das ist schon in der gesamten Rückrunde auswärts zu sehen: Wir kassieren Tore, die einfach nicht in Ordnung sind." Nach der neunten Auswärtspleite in Serie mag niemand mehr die Gründe hören: Dass Hertha mit John Brooks,...

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