Bundesliga: HSV: Seo und Steinmann gegen Hertha BSC im Kader

Vor seinem Debüt als HSV-Cheftrainer sorgte Christian Titz für einige Überraschungen im Kader und verbannte unter anderem Andre Hahn und Walace auf die Tribüne. Young-Jae Seo und Ville Matti Steinmann fanden dagegen Aufnahme in den Spieltagskader, Letzterer steht gegen Hertha BSC als Sechser direkt in der Startelf. (15.30 Uhr im LIVETICKER ). Wer sind die beiden HSV-Youngster?

Vor seinem Debüt als HSV-Cheftrainer sorgte Christian Titz für einige Überraschungen im Kader und verbannte unter anderem Andre Hahn und Walace auf die Tribüne. Young-Jae Seo und Ville Matti Steinmann fanden dagegen Aufnahme in den Spieltagskader, Letzterer steht gegen Hertha BSC als Sechser direkt in der Startelf. (15.30 Uhr im LIVETICKER). Wer sind die beiden HSV-Youngster?

Sowohl Steinmann als auch Seo sind Trainer Titz bestens aus der zweiten Mannschaft vertraut, die der Coach bis zur Entlassung von Bernd Hollerbach betreut hatte. Mit den beiden Youngstern als Stammspieler erklomm Titz mit den Hanseaten in der Regionalliga Nord die Tabellenführung.

"Wir haben durch die U21-Spieler, die wir mit ins Training genommen haben, andere Spielertypen und Elemente in die Mannschaft und die Kabine gebracht", erklärte Titz am Freitag seine Entscheidung.

Dies habe dazu geführt, "dass die gestandenen Spieler sich voll reingehangen haben und ein positiver Konkurrenzkampf sowie eine neue Kommunikation entstanden sind".

Steinmann feiert Bundesliga-Debüt unter Zinnbauer

Mit 14 Jahren kam Steinmann 2009 vom SV Preußen Reinfeld in das Nachwuchsleistungszentrum der Hamburger. Drei Jahre später gab er sein Debüt für die zweite Mannschaft der Rothosen und durfte in der Vorbereitung sogar schon bei der Profimannschaft mittrainieren.

Bis zur Saison 2013/14 wechselte er regelmäßig zwischen der A-Jugend und dem zweiten Team der Hamburger hin und her und wurde vom damaligen Cheftrainer Mirko Slomka am Ende der Saison 2013/14 auch zweimal für den Profi-Kader nominiert, ohne aber zum Einsatz zu kommen.

Nachdem er zur darauf folgenden Spielzeit einen Profivertrag unterschrieben hatte, spielte Steinmann weiterhin für die Zweitvertretung der Hamburger. Am 20. September 2014 verhalf ihm der damalige HSV-Trainer Joe Zinnbauer beim 0:0 gegen den FC Bayern zu seinem Bundesligadebüt, als Steinmann in der 87. Minute für Nicolai Müller das Feld betrat.

Steinmann-Rückkehr nach zwei Jahren

Zur Saison 2015/16 wechselte Steinmann auf Leihbasis zum Chemnitzer FC in die dritte Liga und in der folgenden Spielzeit für ein Jahr fest zur zweiten Mannschaft des FSV Mainz. Vor Beginn der aktuellen Saison kehrte Steinmann wieder nach Hamburg zurück und erhielt einen Vertrag bis Sommer 2020.

In dieser Spielzeit war Steinmann bislang wichtiger Bestandteil der Mannschaft, die die Tabellenführung in der Regionalliga Nord eroberte.

In 19 Einsätzen verbuchte der 23-Jährige neben zwei eigenen Treffern auch vier Assists und pendelte zwischen dem defensiven und offensiven Mittelfeld der Hamburger. Ohne den auf die Tribüne beorderten Walace sind gegen Hertha aber eher Steinmanns Defensivqualitäten gefragt, der als alleiniger Sechser aufläuft.

Steinmanns Ligastatistik in der Übersicht

Saison Liga Team Einsätze Tore Assists
2012/13 Regionalliga Nord HSV II 15 1 1
2013/14 Regionalliga Nord HSV II 14 / /
2014/15 Regionalliga Nord HSV II 23 4 1
2014/15 Bundesliga HSV 1 / /
2015/16 3. Liga Chemnitzer FC 16 1 2
2016/17 3. Liga FSV Mainz II 25 2 /
2017/18 Regionalliga Nord HSV II 19 2 4

Auch Bayer Leverkusen und Hoffenheim wollten Seo

Der Südkoreaner Seo kam im Sommer 2015 nach Hamburg, nachdem er im Probetraining zu überzeugen wusste, und unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2018.

Bayer Leverkusen und die TSG Hoffenheim, die damals ebenfalls Interesse am Südkoreaner bekundet hatten, gingen leer aus. Zuvor hatte Seo in der Mannschaft der Hanyang University in Seoul erste Erfahrungen gesammelt.

Seit Beginn der Saison 2015/16 sammelte Seo 52 Einsätze für die zweite Mannschaft der Hamburger in der Regionalliga Nord, wo er in 52 Partien zwei Treffer und zwei Vorlagen beisteuerte. In dieser Spielzeit zählte er ebenso wie Steinmann in 19 Partien als Linksverteidiger zur Stammelf und verpasste nur ein Spiel aufgrund einer Gelbsperre.

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