Bundesliga: Revolte gegen neuen Mainzer Klubchef Kaluza

Erfolgreiche Revolte gegen den neuen Klubchef: Johannes Kaluza will seinen Posten als Vorstandsvorsitzender beim Bundesligisten FSV Mainz 05 nach nur fünf Monaten im Amt wieder räumen.

Erfolgreiche Revolte gegen den neuen Klubchef: Johannes Kaluza will seinen Posten als Vorstandsvorsitzender beim Bundesligisten FSV Mainz 05 nach nur fünf Monaten im Amt wieder räumen.

"Ich stehe bereit, den Weg zu Neuwahlen zu ermöglichen und werde entsprechende Gespräche aufnehmen", verbreitete der FSV am Sonntagnachmittag via Twitter eine Stellungnahme des 63-Jährigen: "Damit gewinnt der Verein Zeit, die Ereignisse der vergangenen Tage aufzuarbeiten."

Nach Informationen des kicker wurde Kaluza zuvor von Sportvorstand Rouven Schröder und den vier Geschäftsführern zum Rücktritt aufgefordert. Schröder und die Geschäftsführer werfen dem Nachfolger von Harald Strutz vor, dass eine Zusammenarbeit mit ihm nicht möglich sei und er jegliche Vereinsziele gefährde.

Ob Kaluza bei Neuwahlen erneut antreten will, ließ er offen. "Neuwahlen können auch ein Vorgang sein, nach dem alle wissen, woran sie sind", sagte der Vorstandsboss der Allgemeinen Zeitung. Dies könnte auch bedeuten, dass er sich im Amt bestätigen und die "Aufständischen" in die Schranken weisen möchte.

Kaluza droht Kritikern um Rouven Schröder mit Konsequenzen

Laut der Allgemeinen Zeitung drohte Kaluza, der zeitnahe Gespräche mit den Klubgremien anvisiert, den Kritikern um Schröder nach deren Rücktrittsforderung bereits mit Konsequenzen. Schröder sprach gegenüber dem SWR von "internen Prozessen", die "aufgearbeitet" werden müssen. Der Sportchef forderte zudem "Ruhe im Verein" und "klare Linien". Er werde "intern ansprechen", was besser gemacht werden muss.

Erst am 25. Juni war Kaluza von den Klubangehörigen gewählt worden. Bei der Mitgliederversammlung Ende Oktober brachte der Unternehmer eine Aufwandsentschädigung für sich ins Gespräch - obwohl er während seines Wahlkampf gesagt hatte, unentgeltlich tätig sein zu wollen. Erst Mitte der vergangenen Woche hatte der Aufsichtsrat die Entschädigung für Kaluza auf monatlich 3000 Euro festgesetzt.

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