Steinmeier hebt zu Beginn von Deutschlandreise Bedeutung der Demokratie hervor

Steinmeier reist nach Bayern

/ukBundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zu Beginn seiner Deutschlandreise die Bedeutung der Demokratie hervor gehoben. "Demokratie ist die Staatsform der Mutigen", sagte Steinmeier am Mittwoch in der Münchner Ludwigs-Maximilian-Universität. Demokratie sei anstrengend und manchmal ermüdend - zu ihr gehöre der Mut zum Widerspruch, zum Zuhören und zum Kompromiss.

Der im Februar zum Staatsoberhaupt gewählte Steinmeier will seine Antrittsbesuche in allen 16 Bundesländern zu einer Deutschlandreise zu Orten sichtbarer und gelebter Demokratie machen. Ein zweitägiger Aufenthalt in Bayern bildet den Auftakt der Reise, bis Juli will er noch fünf weitere Bundesländer besuchen.

In München begrüßte das Staatsoberhaupt Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), zur Begrüßung spielte das Musikkorps der Bayerischen Polizei. Steinmeier traf sich anschließend zu Gesprächen mit Vertretern des Landeskabinetts um Seehofer und Repräsentanten der Kirchen, bevor er sich unter anderem mit Schülern zum Thema Demokratie austauschte.

Er besuchte zudem die Gedenkstätte für die Widerstandsbewegung Weiße Rose um die Geschwister Scholl, deren Widerstand von der Ludwig-Maximilians-Universität München ausging. Steinmeier sagte, die Universität sei auch deshalb ein besonderer Ort für die deutsche Demokratie. "Die Mitglieder der Weißen Rose hatten Mut zum Widerspruch und sie haben, inmitten von Krieg und Diktatur, der Hoffnung auf Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit eine Stimme gegeben."

Steinmeier erinnerte auch an das Engagement der Münchner bei der Aufnahme von Flüchtlingen seit dem Herbst 2015. Dieses durch die Bilder vom Münchner Hauptbahnhof symbolisierte Engagement habe "weltweit Beachtung gefunden". Am Münchner Hauptbahnhof waren im Herbst zehntausende in Ungarn gestrandete Flüchtlinge angekommen.

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