Bundesregierung: Erdogan muss sein gespaltenes Land wieder einen

Gulsen Solaker und Daren Butler
GettyImages 179564815 Recep Tayyip Erdogan

Nach dem Verfassungsreferendum in der Türkei sieht die Bundesregierung Präsident Recep Tayyip Erdogan in der Verantwortung, die gespaltene Gesellschaft wieder zu einen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) äußerten am Montag die Erwartung, dass der Staatschef „einen respektvollen Dialog mit allen politischen und gesellschaftlichen Kräften des Landes“ suche.

Erdogan brachte allerdings umgehend nach Bekanntgabe der knappen Mehrheit für eine Ausweitung seiner Machtfülle die Wiedereinführung der Todesstrafe ins Gespräch. Zudem soll der Ausnahmezustand erneut verlängert werden. Die Opposition kritisierte, es habe bei der Volksabstimmung große Unregelmäßigkeiten gegeben. Sie forderte, bis zu 60 Prozent der Stimmen neu auszuzählen.

Die Türken stimmten am Sonntag über die größte Reform des politischen Systems seit der Staatsgründung 1923 ab. Nach offiziellen Angaben waren 51,4 Prozent dafür, Erdogan mit deutlich mehr Macht auszustatten und etwa das Amt des Ministerpräsidenten abzuschaffen. Merkel und Gabriel reagierten in einer gemeinsamen Erklärung zurückhaltend.

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