Bundesregierung strebt Einigung über neue Hilfsgelder für Athen im April an

Die Bundesregierung strebt eine Einigung über neue Hilfsgelder für Athen im April an. Bundesaußenminister Gabriel sagte, darüber sei er sich mit Bundesfinanzminister Schäuble einig

Die Bundesregierung strebt eine Einigung über weitere Hilfsgelder für Athen im April an. Griechenland sei Mitglied der Eurozone und werde es auch bleiben, sagte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) am Donnerstag nach einem Gespräch mit seinem griechischen Kollegen Nikos Kotzias in Athen. Er habe noch am Mittwoch mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) über die griechische Schuldenfrage gesprochen; es bestehe Einigkeit darüber, "dass wir alles dafür tun werden, die Verhandlungen jetzt im April abzuschließen".

Wenn die Gläubigerinstitutionen und die griechische Regierung jetzt "wieder in einen längeren Verhandlungsprozess" einträten, könne "die Unsicherheit größer" werden, warnte Gabriel. Die Verhandlungen seien nach seiner Einschätzung "gar nicht so schwierig zu beenden, weil man sich ziemlich nahe ist". Die Zeit, in der darüber geredet worden sei, "ob Griechenland zur Eurozone gehören soll oder nicht", müsse "endgültig der Vergangenheit angehören".

Das letzte Darlehen aus dem im Sommer 2015 beschlossenen dritten Rettungspaket hatte Athen im vergangenen Oktober bekommen. Im Juli muss Griechenland rund sieben Milliarden Euro an internationale Gläubiger zurückzahlen; dafür wird Athen voraussichtlich auf neue Zahlungen aus dem Rettungspaket angewiesen sein.

Zuletzt waren die Auszahlungen aus dem Rettungspaket blockiert; Grund dafür war auch die Uneinigkeit zwischen den Gläubigerinstitutionen IWF und EU, was die Frage eines Schuldenschnitts für Griechenland und einer Lockerung der strengen Budgetvorgaben angeht.

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