Bundestag entscheidet über verstärkten Kampf gegen Kindesmissbrauch im Netz

Screenshot der Login-Seite einer Kinderporno-Plattform

Der Bundestag entscheidet am Freitag (09.00 Uhr) über gesetzliche Regelungen zur besseren Bekämpfung von Kinderpornografie und Missbrauch im Internet. Strafbar macht sich damit künftig auch, wer mit sexuellen Absichten online ein vermeintliches Kind anspricht, bei dem es sich in Wirklichkeit um einen Erwachsenen handelt. Damit wird der Versuch des bereits strafbaren Cybergroomings erfasst, also des gezielten Ansprechens von Kindern im Internet mit dem Ziel des Missbrauchs.

Ermittlern soll es zudem künftig erlaubt sein, kinderpornografisches Material künstlich herzustellen, um sich damit Zugang zu anonymen Internetforen zu verschaffen. Speziell geschulten Polizeibeamten soll nach Genehmigung durch einen Richter der Einsatz solcher computergenerierter Bilder erlaubt werden.