Bundestag: Renate Künast will es nochmal wissen

Berlin. Das öffentliche politische Leben ist mit Beginn der Sommerferien weitgehend zum Stillstand gekommen – hinter den Kulissen aber nimmt es an Fahrt auf. Die Parteien müssen sich um die Listenaufstellung für die anstehenden Abgeordnetenhaus- und Bundestagswahlen kümmern. Bei den Grünen gibt es dazu erste Neuigkeiten. Renate Künast – seit 2002 für die Partei im Bundestag – hat angekündigt, erneut zu kandidieren.

„Ja, es gibt Themen, an denen ich weiter arbeiten möchte“, sagte Künast am Dienstag. Dazu gehört die Agrarwende, Gesundheit und der Kampf gegen Hassreden. „Da gibt es Stellen, an denen es derzeit einen Schub für einen Umbau gibt.“ Die Grünen befänden sich zudem in der komfortablen Situation, dass sie möglicherweise mehr Abgeordnete als bislang in den Bundestag schicken können, sodass die Kandidaten entsprechend breit aufgestellt werden könnten.

Der Vorstoß kommt dennoch etwas überraschend, da Künast nach der gescheiterten Kandidatur für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin im Jahr 2011 nicht mehr von allen Berliner Parteiteilen unterstützt wurde und die mittlerweile 64-Jährige bereits lange im Bundestag sitzt. Vor vier Jahren trat Künast nicht mehr als Spitzenkandidatin auf, sondern stattdessen auf Position drei der Liste, um den Weg für eine Verjüngung an der Spitze frei zu machen, wie sie damals sagte.

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